„Idiotentest“ auch für Radfahrer

Fahrradfahrer, die sich mit 1,6 Promille oder mehr auffällig im Straßenverkehr verhalten, müssen sich laut Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (10 A 10284/12) ebenfalls einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) unterziehen. Tun sie dies nicht, kann ihnen das Führen jeglicher Fahrzeuge, also auch von Fahrrädern, untersagt werden.

Alkoholkonsum in solch hohem Maße führt laut Urteil zu verminderter Reaktions- und Kritikfähigkeit sowie zu reduzierter Aufmerksamkeit. Auch Radfahrer stellen damit eine Gefahr für den Straßenverkehr dar, durch die sowohl sie als auch andere Teilnehmer behindert oder gefährdet werden können.

Zeigt sich der Fahrer danach besonders uneinsichtig und unzuverlässig, indem er die MPU nicht durchläuft, sieht das Gericht den Entzug der Fahrerlaubnis wegen „Ungeeignetheit“ als gerechtfertigt an.

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