Vorsicht bei der Beauftragung telefonischer Kaltaquise durch Callcenter

Nach wie vor ist die Beauftragung von Callcentern für die telefonische Akquise von Aufträgen sehr beliebt. Neben den Problemen, die im Zusammenhang mit dem Datenschutzrecht auftreten können, sollten Auftraggeber auch mögliche empfindliche Sanktionen der Bundesnetzagentur berücksichtigen. Dies gilt trotz häufig anzutreffender anderslautenden Behauptungen von Callcentern nicht nur gegenüber privaten Kunden (Verbrauchern), sondern auch bei Anrufen bei Gewerbetreibenden.

Erst kürzlich hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) gegen die „E Wie Einfach GmbH“ wegen unerlaubter Werbeanrufe ein Bußgeld in Höhe von 140.000 EUR verhängt. Das Unternehmen hatte über beauftragte Call-Center bundesweit Verträge für Strom und Gas telefonisch beworben und Verbraucher zum Wechsel des aktuellen Strom- und Gaslieferanten aufgefordert, ohne dass diese wirksam in die Anrufe eingewilligt hatten.

Die Anforderungen an eine wirksame Einwilligung für eine telefonische Kontaktaufnahme für Werbezwecke sind sehr hoch und durch die DSGVO in besonderen Blickpunkt gelangt. Nach den Erfahrungen der Vergangenheit sollten sich Unternehmer nicht blind darauf verlassen, dass von Adresshändlern erlangte Daten nebst Einwilligungserklärungen den gesetzlichen Anforderungen genügen.

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