Whistleblowende Altenpflegerin erhält 90000 EUR Abfindung

Nach einer Mitteilung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg (LAG) hat die Altenpflegerin Brigitte H. mit dem Klinikkonzern V. einen Vergleich geschlossen. Neben der ordentlichen Kündigung erhält die Klägerin eine Abfindung in Höhe von 90.000 EUR.

Die Klägering hatte ihren Arbeitgeber 2004 wegen angeblicher Pflegemissstände in einem Altenheim bei der Staatsanwaltschaft angezeigt und war daraufhin fristlos gekündigt worden. Nachdem das LAG Berlin-Brandenburg die Kündigung als wirksam eingeordnet hatte (Urt. v. 28.03.2006 – Az. 7 Sa 1848/05), rief die Klägerin letztlich den Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg an.

Der EGMR sah das Recht auf Meinungsfreiheit durch das Urteil des LAG Berlin-Brandenburg verletzt und verurteilte Deutschland wegen Verletzung des Art. 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) zu Schadensersatz (Urt. v. 21.07.2011 – Az. 28274/08).

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